Ramona Bernhard ätzte gegen Transgender-Model

Nach "Transiboy"-Eklat: Peta wirft Münchner Pöbel-Playmate raus

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Das Model Ramona Bernhard demonstriert am 10.03.2016 auf dem Marktplatz in Stuttgart  spärlich bekleidet im Rahmen einer Aktion der Tierschutzaktivisten Peta gegen Pelze.

München - Sie habe nichts gegen Transgender, trotzdem ätzte die Wahl-Münchnerin Ramona Bernhard auf Instagram gegen das erste Transgender-Model, das das Playboy-Cover zieren durfte. Die Tierrechtsorganisation Peta reagierte inzwischen auf die Aussagen ihres Models:

"Jetzt ist Playboy echt langsam eklig. Ich dachte es ist ein Magazin für Männer mit ästhetischen Frauen und jetzt ist es eine Plattform für Transgender. Lach." So kommentierte das Münchner Playboy-Model auf Instagram ihre Fotomontage des Playboy-Covers. Und das obwohl die Münchner Krankenschwester selbst der erfolgreichste Hase im Playboy-Stall ist; sie war schon in fast 20 Ländern in dem Magazin. Doch dass zum ersten Mal in der Geschichte ein Transgender-Model das Cover des Erotik-Magazins zierte, passte der 29-Jährigen so gar nicht. Sie rief sogar indirekt zum Boykott des Playboys auf: „Wäre ich ein Mann, hätte ich jetzt Angst vor dem Magazin und würde es mir nicht kaufen. Wieso kein neuer Name für das Magazin zum Beispiel TRANSIBOY?"

Dieses Bild des veränderten Playboy-Covers postete Ramona Bernhard auf Instagram. Nach gut 24 Stunden entfernte sie das Bild wieder.

Nach diesem Ausraster auf Instagram distanzieren sich nun nicht mehr nur Bunny-Kolleginnen von der schönen Münchnerin. Auch die Tierrechtsorganisation Peta hat inzwischen ihre Zusammenarbeit mit Ramona Bernhard beendet. Das Playmate hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder aus Überzeugung kostenlos für Peta-Aktionen zur Verfügung gestellt. "Wir stehen hinter Ramonas Aktionen für die Rechte der Tiere, die richtig und wichtig waren", so die Organisation gegenüber dem Lifestyle-Magazin "blu". Und weiter: "Von ihren Worten bezüglich des Trans-Models auf dem Playboy-Cover distanzieren wir uns aber entschieden. Peta ist eine Organisation, die den Respekt gegenüber allen Lebewesen fördert. Wir setzen uns dafür ein, tradierte Vorstellungen darüber, dass Tiere zum Nutzen des Menschen da sind, herauszufordern, zu erschüttern und abzuschaffen. Wir begrüßen daher auch, wenn das gleiche mit den Vorstellungen über Geschlechter geschieht."

Auch der schwule Peta-Vizepräsident Dan Mathews zeigte sich im blu-Interview enttäuscht von der 29-Jährigen: "Wenn der Hass auf ein Tier oder einen Schwulen losbricht, rührt er aus der gleichen menschlichen Emotion. Natürlich mit völlig verschiedenen Hintergründen, aber es ist die gleiche Ignoranz einer Mehrheitsgesellschaft gegenüber dem Fremden, dem Anderen. Das sind die gleichen Mechanismen, die gegen Schwule, Schwarze oder Frauen verwendet werden."

Gegenüber Bild verteidigt Ramona Bernhard ihre Instagram-Aktion: "Mit der Kritik der vergangenen Tage kann ich leben. Auch wenn sie teilweise unter der Gürtellinie war. Mich wundert nur die Intoleranz gerade derjenigen, die immer Toleranz predigen. Ich habe nichts gegen Transgender, habe niemanden persönlich beleidigt. Nur finde ich eben, dass ein solches Model nichts auf dem Titel eines Männer-Magazins zu suchen hat. Das ist meine Meinung. Die muss niemand teilen. Aber ich stehe dazu."

mh

Quelle: rosenheim24.de

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